Heimspiel für die MCE: Einschwimmen der neuen Donaubrücke Linz

Baustart: 2018
Gesamtlänge: 396 m
Stützweiten: 78–120–120–78 m
Brückenbreite mit Balkonen: 33,70 m
Gewicht: 8.430 t
Fertigstellung: Ende 2021

Die ARGE aus dem zur HABAU GROUP gehörendem Stahlbauunternehmen MCE GmbH, der STRABAG AG und PORR Bau GmbH wurde im Juni 2018 von der Landeshauptstadt Linz mit der Errichtung der Neuen Donaubrücke Linz beauftragt. Mit dem Einschwimmen der Großbauteile P2 am 24.02.2021 wird nun der Startschuss der Endmontage erteilt. Im September 2019 startete die MCE vor Ort mit der Vormontage der bereits gefertigten Stahlbauteile. Die zwei Großbauteile liegen nun einschwimmbereit am Vormontageplatz.

 

Entlastung des Stadtverkehrs

Bis 2016 befand sich an dieser Stelle die alte zweispurige Eisenbahnbrücke zur Überquerung der Donau. Diese hat nach 116 Jahre ihre technische Lebensdauer überschritten und musste abgetragen werden. Bis Ende des Jahres 2021 soll die Neue Linzer Donaubrücke, eine Zügelgutbrücke in Stahlverbundbauweise fertig gestellt werden. Die neue Donauquerung überführt zwei Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr, Busspuren sowie unter- und oberstromseitig angeordnete Geh- und Radwege.

Dieses Projekt ist nicht nur für die Landeshauptstadt Linz aufgrund der enormen Entlastung der Verkehrssituation bedeutsam, sondern auch für die MCE und stellt einen Meilenstein in der Firmengeschichte dar.

 

Einschwimmen in neuer Dimension

Im September 2019 startete die MCE vor Ort mit der Vormontage der bereits gefertigten Stahlbauteile. Die zwei Großbauteile liegen nun einschwimmbereit am Vormontageplatz. Im Rahmen des „Einschwimmens“ werden die jeweils 2.800 Tonnen schweren, über 100 Meter langen und 32 Meter breiten Stahlkonstruktionen mithilfe von speziellen Transportequipment auf die entsprechenden Schwimmeinheiten transportiert. Diese Pontoneinheiten werden mit Seilen in Endlage gezogen und die Brückenteile in ihrer finalen Position auf den Pfeilern abgesetzt. Dieser Prozess ist insbesondere deshalb von großer Bedeutung, da die Brücke anschließend erstmals in ihrer realen Gesamtwirkung wahrzunehmen ist.

 

„Wir stehen hier vor der Herausforderung, einerseits Stahlbrückenteile von über 2.500 Tonnen zu bewegen, andererseits die architektonische Ausgestaltung der Brücke auf funktionelle Art und Weise zu bewahren und umzusetzen. Eine Aufgabe in der Heimat, die uns allen Freude bereitet“, erklärt MCE-Geschäftsführer Dieter Reitz.

 

Auch der CEO der HABAU GROUP, Hubert Wetschnig, zeigt sich begeistert: „Die Beauftragung eines solch bedeutsamen Projektes bestätigt erneut die Expertise der MCE. Mit dem Einschwimmen der Brückenteile stellt sie diese eindrucksvoll unter Beweis.“ Die Verkehrsfreigabe der neuen Donaubrücke Linz ist im vierten Quartal 2021 angesetzt.