HABAU GROUP, Swietelsky und Hochtief: Spatenstich für neue U-Bahn in Wien

Baubeginn: 11. Januar 2021
Gewonnene Baulose: Rathaus und Frankhplatz
Aushubkubaturen Tunnelbau: 250.000 m³
Fertigstellung der neuen U5: 2026

Wien ist die derzeit am schnellsten wachsende Millionenstadt in Mittel- und Osteuropa. Schon bald werden über zwei Millionen Menschen in der Metropole leben, wodurch sich auch das Fahrgastaufkommen in öffentlichen Verkehrsmitteln erhöhen wird. Durch das zukunftsweisende Infrastrukturprojekt der neuen U-Bahn-Linien U2 und U5 soll das ÖPNV-Netz der österreichischen Hauptstadt noch leistungsfähiger werden. Der Spatenstich zum Baubeginn fand unter Patronanz von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Finanzminister Gernot Blümel, Finanz- und Öffistadtrat Peter Hanke sowie Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer am 20. Jänner statt. Auftakt der umfangreichen Bauarbeiten war bereits am 11. Jänner.

 

Wichtige Investition in Wiens Öffi-Infrastruktur

 

Die U2 wird ab Rathaus auf einer neuen Strecke über die Neubaugasse, Pilgramgasse und Reinprechtsdorfer Straße zum Matzleinsdorfer Platz führen. Auf der ehemaligen Strecke der U2 fährt dann die U5: vom Karlsplatz über das Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus bis zum Frankhplatz. Die Station Rathaus wird somit zum wichtigen Umsteigeknoten, die Station Frankhplatz entsteht neu. Diese beiden wichtigen Baulose, die von der ARGE HABAU GROUP, Swietelsky und Hochtief ausgeführt werden, erfordern großes Know-how: Beispielsweise stammt der Bestand der U2 Station Rathaus aus den 1960er Jahren und muss für den Ausbau umfangreich verstärkt und auf ein neues Fundament gestellt werden. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern von Swietelsky und Hochtief unsere Expertise in anspruchsvollstem Tief- und Tunnelbau einbringen zu können – und das öffentliche Verkehrsnetz Wiens weiter auszubauen“, so Hubert Wetschnig, CEO der HABAU GROUP.

 

Rathaus und Frankhplatz

 

Im Zuge der Bauarbeiten entstehen im Bereich des Friedrich-Schmidt-Platzes nicht nur Tunnelbauten mit Aushubkubaturen von 250.000 m³, sondern auch neue U-Bahn-Zugänge und Betriebsschächte. Besondere Herausforderungen stellen begrenzte Platzverhältnisse, Denkmalschutz und die – soweit möglich – Aufrechterhaltung des Verkehrs dar. Das Baulos 2 für den Frankhplatz umfasst sowohl den kompletten Neubau der Station als auch Anschluss bzw. Umbau an bestehende Strukturen, die dann Teil der neuen U5 sein werden. Eine Verlängerung über den Arne-Karlsson-Park und Michelbeuern – AKH bis zum Elterleinplatz in Hernals ist bereits in Planung. Die U5 wird die erste vollautomatische U-Bahn-Linie Wiens sein, die Fertigstellung soll 2026 erfolgen.